TESTPLANUNGSVERFAHREN SCHLACHTHOF-AREAL ZÜRICH
Der Stadtrat hat entschieden den Schlachtbetrieb ab 2030 einzustellen. Damit steht das Schlachthof-Areal neuen Nutzungen zur Verfügung: Die Realisierbarkeit der Nutzungsstrategie wurde im Zuge eines Testplanungsverfahrens und unter Einbezug wichtiger Anspruchsgruppen analysiert. Als Nutzungsexpertin durfte Maresa Kuhn das Team Helsinki Zürich in Zusammenarbeit mit Planikum, Rombo, Denkmalwerkstatt, Albprojekte und Stephan Brunner hinsichtlich der künftigen Nutzungsstrategie und funktionaler Nutzungsdurchmischung unterstützen.
Das Areal soll sich schrittweise zu einem urbanen Gewerbestandort mit öffentlichem Freiraum und Schulnutzung transformieren. Zudem soll das Areal für das Quartier geöffnet und zugänglich gemacht werden.
Die Testplanung konkretisierte die Nutzungsstrategie und erarbeitete städtebauliche, stadträumliche und nutzungsspezifische Grundsätze für die weitere Entwicklung des Schlachthof-Areals. Eine Transformation kann neue Angebote für die Bevölkerung und unterschiedliche Gewerbetreibende in zentraler Lage schaffen: Ein breites Angebot an Flächen durch Erhalt und Verdichtung schafft den Möglichkeitsraum für eine hohe Diversität an Nutzer:innen. Ein breites Spektrum an Nutzungen und Menschen soll dazu beitragen, das Areal zu beleben und Synergien zu fördern. Unter anderem wurde aufgezeigt, wie die repräsentative Bogenhalle, künftig öffentlich zugänglich, eine grosse Chance für Betriebe bietet, die vor Ort produzieren und von der Sichtbarkeit und der Nähe zu Kunden profitieren. Auf die wachsende Nachfrage von “Produktion und Handwerk in Verbindung mit Handel” können “sichtbare” Gewerbeflächen reagieren. Auch soziokulturelle Nutzungen sollen wesentlich zur Identität des Ortes beitragen, einen öffentlichen Bezug schaffen und das Areal beleben.
Auftraggeberin: Stadt Zürich, Amt für Städtebau